Servoantrieb für Bausatzsignale
Alternativer Antrieb für die preiswerten Bausatz-Formsignale von Conrad (Viessmann)
Da mir die robusten, aber optisch nicht mehr zeitgemäßen Märklin-Formsignale für die Verwendung bei der Anlage 7 nicht mehr zusagten und auch die Firma SMT, welche die Unterflurzurüstsätze hergestellt hatte, scheinbar erloschen ist (oder zumindest nichts mehr in der Hinsicht herstellt), musste ich mich nach einer Alternative umsehen.
Weinert wäre sicher das Non-Plus-Ultra, aber letztendlich kaum bezahlbar, wenn man eine größere Menge an Signalen benötigt.
Ein recht gutes Preis-Leistungsverhältnis stellen die Signale der Fa. Viessmann dar. Nun ist allerdings die Einbautiefe der senkrecht angeordneten Antriebe für mich inakzeptabel. Es gibt zwar auch Signale mit Oberflurantrieb, aber davon sind nicht alle Varianten verfügbar.
Der Elektronik-Versandhändler Conrad bietet die Signale von Viessmann aber auch als Bausatz an. Preislich ist das sehr interessant, da je nach Variante nur um die 10 EUR fällig werden. Zudem gibt es auch einen gestaffelten Mengenrabatt.
Der Zusammenbau der Signale ist so schwer nicht und auch am vielzitierten Küchentisch möglich. Ein Lötkolben mit feiner Lötspitze, diverses Werkzeug und gute Augen sind Voraussetzung. Mittlerweile habe ich von jedem Hauptsignaltyp mit Flachmast je ein Exemplar und auch ein zweibegriffiges Vorsignal ohne Zusatzflügel zusammengebaut.
Der Haken dabei ist, dass kein Antrieb dabei ist. Dies ist aber nicht unbedingt ein Nachteil, denn so kann man entweder den Original-Antrieb verwenden, den es auch als Einzelteil gibt, oder man verwendet gleich etwas anderes, was den Nachteil der benötigten Bauhöhe auch gleich beseitigt.
Aufgrund der guten Erfahrungen mit den servogetriebenen Weichen habe ich diese Antriebsvariante auch für die Signale bevorzugt. Allerdings wären die Standard-Servos ES-30 JR zu groß für manche Einbauorte, so dass ich mir einen Schwung Mini-Servos ES-05 JR besorgt habe.
Nach den ersten Tests sind die Minis sind hervorragend verwendbar. Sogar ein dreibegriffiges Signal lässt sich auf kleinstem Raum mit zwei Servos antreiben.
Zur Ansteuerung sollte allerdings auf jeden Fall ein manuell programmierbarer Decoder verwendet werden, da der Stellweg doch sehr kurz ist. Ich habe hierfür einen ESU “SwitchPilot Servo” mit “Extension” eingesetzt. Hiermit lassen sich die beiden Endpositionen des Servos sehr präzise einstellen.
Der Nachteil bei einem dreibegriffigen Signal ist jedoch, dass beide Flügel wirklich getrennt gesteuert werden müssen, so dass im Keyboard bei der Central Station 2 (aber auch bei der Central Station 1) für die Stellung Hp2 und zurück nach Hp0 jeweils zwei Tastendrücke notwendig sind. Alternativ kann aber auch die Fahrstraßenfunktion genutzt werden.