Spezial-”Hosenträger”-Verbindung
Eigenumbau aus je zwei einfachen Weichen (2271) und zwei DKW (2275)
Der inzwischen schon weit geplante Gleisplan des Bahnhofs “Hubbingen” der Anlage 7 erfordert eine spezielle schlanke Hosenträgerverbindung aus zwei einfachen Weichen (2271 bzw. 22715/22716) und zwei doppelten Kreuzungsweichen (2275) mit einem Gleismittenabstand von 57 mm (Parallelgleis bei den schlanken K-Weichen).
Das dies mit vorhandenem Material nicht zu bauen ist, war mir von vornherein klar.
Weichen-Walter hat zwar eine entsprechende Kreuzung mit 28° 52′ im Programm, aber damit wird der Gleisabstand viel zu groß.
Die ganze Verbindung habe ich darauf hin bei Weichen-Walter angefragt, aber das Ganze wäre viel zu teuer geworden. Deshalb hatte er mir eine Alternative vorgeschlagen, vorhandene Weichen und DKW entsprechend zurechtzuschneiden und nur die Kreuzung in der Mitte zu ergänzen.
Ohne Weichen-Walter damit arbeitslos machen zu wollen, habe ich mir gedacht, dass ich diesen Umbau auch selber schaffe.
Nach dem Studium des Aufbaus der EKW von Weichen-Walter habe ich mir für die Schwellen der Mittelkreuzung doppelseitig kupferkaschiertes Platinenmaterial besorgt. Die Unterseite liegt auf Mittelleiterpotential und die Oberseite auf Rückleiter (Schienen).
So sah das aus, nachdem ich die Schwellen zurechtgeschnitten und in die entsprechende Lücke der vorbereiteten Weichen und DKW eingepasst hatte. Die Innenschienen zwischen den Herzstücken von Weiche und DKW sind bereits durch neue Schienenstücke ersetzt worden.
Bild 1: Vorbereitete Weichen und DKW mit eingefügten Schwellenstücken
Damit sie nicht verrutschen, habe ich ein zurechtgeschnippeltes Stück Pappe unterlegt und jede Schwelle mit einem Tropfen Klebstoff darauf angeheftet.
Danach folgte der schwierigere Teil, die Kreuzung zu bauen. Der erste Versuch mit einzelnen Schienenstücken ging auch prompt in die Hose, da der Schienenabstand der Kreuzung etwas zu schmalspurig geriet…
Beim zweiten Versuch habe ich dann die Schienenstränge beider kreuzenden Gleise in voller Länge zurechtgeschnitten, in die richtige Lage gebracht und dann entsprechend zersägt.
Nachdem die Schienen und diverse Radlenker angelötet waren, konnte ich mich um die Punktkontakte kümmern.
Diese bestehen aus Messingstiften mit 1,5 mm Durchmesser, die ich oben abgesägt habe.
Bild 2: Fertiger Hosenträger (noch unlackiert)
Bild 3: Kreuzungsbereich von der Seite (noch unlackiert)
Bild 4: Ansicht von unten (noch unlackiert)
In dem in den Bildern 2 bis 4 dokumentierten Zustand habe ich zunächst Probefahrten mit diversen Triebfahrzeugen vorgenommen. Da die Höhe der Schienenprofile mir bei dem Anlöten nicht völlig gleichmäßig gelungen ist, hatten insbesondere kurze Triebfahrzeuge wie z. B. die Köf II Probleme beim Überfahren. Allerdings kann dies vor dem Einbau des Hosenträgers noch durch Zurechtfeilen der Schinenprofile an den kritischen Stellen abgemildert werden. Teilweise habe ich dies schon erledigt.
Danach habe ich die Schwellen und Punktkontakte in Anthrazit gestrichen.
Die nächsten Schritte müssen dann erst einmal warten, bis die östliche Bahnhofseinfahrt von “Hubbingen” aufgebaut wird.
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