Verlegung von K-Gleis
Da es in der “Ebene 2a” auf der Anlage 7 vom Baufortschritt her mit den Gleisen erstmals “ins Freie” ging, habe ich Überlegungen angestellt, wie die Gestaltung des Bahnkörpers vornehmen soll.
Da mir bei der letzten Anlage weder die Schotterkörnung noch die Farbgebung des Schotterbettes und der “angerosteten” Schienenprofile so richtig gefiel, habe ich verschiedene Gleise in natura studiert und festgestellt, dass es die “richtige” Farbgebung nicht gibt.
Daher habe ich mich nach dem Durchforsten der einschlägigen Online-Kataloge entschieden, den braunen Schotter der Fa. Noch (Art.-Nr. 09372) zu testen. Sicherlich gibt es besseren Schotter (Asoa, Minitec usw.), aber diese Sorten sind dann preislich auch in einer anderen Liga.
Wie bei der bisherigen Anlage habe ich für das “Anrosten” der Schienen Vollton-/Abtönfarbe aus dem Baumarkt verwendet. Dieses Mal habe ich für den zur Schotterfarbe passenden Farbton “oxidbraun” von OBI gewählt.
Nachdem ich bei der letzten Anlage mit dem Korkbettungskörper auch nicht recht zufrieden war, da sich Kork recht schwer in die richtige Form bringen lässt und oft ausfranst, musste eine andere Lösung her.
Den richtigen Tip bekam ich auf einem Termin beim MIST1. In zwar handelt es sich dabei um Platten, die als Trittschalldämmung für Laminatböden verwendet werden und z. B. unter dem Markennamen “Selitac” verkauft werden (auch bei OBI). Sie bestehen aus extrudiertem Polystyrol-Spezialschaum, der speziell elastifiziert wurde. Es gibt sie in den Stärken 3 mm und 5 mm.
Ich habe die stärkere Variante mit 5 mm gewählt, da damit die Gesamthöhe des Gleiskörpers inkl. K-Gleis in etwa dem C-Gleis entspricht. Trotzdem lässt sich das Material mit einer Schere grob zurechtschneiden und kann mit einem Bastelmesser auch hervorragend angeschrägt werden.
Da die Farbgebung der Platten (blasses Hellgrün) als Grundierung für den Schotter nicht taugt, habe ich die zurechtgeschnittenen Bettungsstreifen nach dem Aufkleben (mit PONAL-Holzleim) mit oxidbrauner Abtönfarbe gestrichen.
In den Gleisbögen habe ich als Überhöhung dünne Pappstreifen (ca. 0,5 mm) im Bereich der Außenschiene auf den Bettungsstreifen geklebt. Das ist nicht sonderlich viel, ist aber für einen entsprechenden optischen Effekt völlig ausreichend.
Auf diesen vorbereiteten Bettungskörper habe ich die Gleise mit den originalen Märklin-Schrauben (7599) festgeschraubt. Beim Flexgleis nehme ich hierfür in etwa jedes 5. bis 6. Loch, nur am Ende eines Flexgleisabschnitts schraube ich meistens 2 – 3 Schrauben in direkt aufeinanderfolgende Löcher ein.
Geschottert wird nach dem Sprühverfahren. Als Kleber nehme ich “Ovalit T”, weil auch nach dem Trocknen elastisch bleibt. Normalerweise wird dieser Kleber z. B. für Untertapeten verwendet.
Ich gehe beim Schottern so vor, dass ich erst einmal die Schrägen des Bettungskörpers mit purem “Ovalit T” einstreiche und mit Schotter bestreue. Diese Schotterschicht verhindert, dass der später zwischen den Schwellenenden trocken aufgestreute Schotter über die Schräge hinaus herunterrutscht.
Nach diesem Arbeitsschritt wird der Schotter zwischen den Schwellen in der Gleismitte und am Rand trocken aufgestreut. Zum gleichmäßigen Verteilen und als “Stopfmaschine” verwende ich einen Borstenpinsel mit 15 mm Breite.
Ist die Verteilung des Schotters zufriedenstellend, wird der Kleber mit einer 50-ml-Injektionsspritze aufgeträufelt. Kleber ist wieder das “Ovalit T”, allerdings stark mit Wasser verdünnt. Das Mischungsverhältnis kann ich nicht genau beschreiben. Das Gemisch muss aber ausreichend fließfähig sein.
Um nicht bei jedem Schottervorgang neuen Kleber herstellen zu müssen, bereite ich eine größere Menge in einer Flasche auf und ziehe mir die benötigte Menge in die Spritze auf.
Nach dem Trocknen werden überschüssige Schotterkörner entfernt. Bei Bedarf wird an der einen oder an der anderen Stelle noch etwas nachgeschottert.
Zum Schluss werden die Schienenprofile “angerostet”. Überschüssige Farbe auf den Schienenköpfen ziehe ich nach dem Trocknen mit dem Daumennagel wieder ab.
Da die Schwellen des K-Gleises nach dieser Prozedur im Verhältnis zum restlichen Bahnkörpers noch recht dunkel erschienen, habe ich als “optischen Aufheller” das ganze Gleis mit stark verdünnter Farbe “oxidbraun” nachgefärbt, so dass eine Art Lasureffekt auf den Schwellen entstand.