Anlage 2
Der Zustand mit den nur kurzzeitigen Teppichanlagen konnte so nicht weitergehen, so dass ich damals immer mehr zu drängeln anfing, der Eisenbahn endlich ein endgültiges Domizil zu geben.
Auch in der neuen Wohnung war kein dauerhafter Platz zu finden und auch der Keller auf dem ersten Blick zu klein. Normalerweise hätten wir im Keller auch keinen Stromanschluss gehabt, aber da unsere Wohnung im Erdgeschoss direkt darüber lag, war mein Vater schon so schlau gewesen und hatte kurz nach dem Einzug eine Steckdose legen lassen, die mit einem der Stromkreise in der Wohnung verbunden wurde.
Nachdem im Keller einiges umgeräumt worden war, hatte mein Vater doch eine Möglichkeit gefunden und mein Traum einer ersten dauerhaften Anlage wurde 1971 - zwei Jahre nach dem Umzug – endlich wahr. Zwar schrumpfte aus Platzgründen deren Größe gegenüber dem Erstlingswerk auf 2,50 m x 1,25 m, aber immerhin!
Der Unterbau war der gleiche wie bei der ersten Anlage, wobei eine der beiden Spanplatten längs aufgelegt wurde und die andere an passender Stelle abgelängt wurde.
Für diese Anlage hatte ich mir als Basis den Gleisplan der Anlage 8 aus dem Märklin-Gleisanlagenbuch 0330 (Ausgabe 1959) ausgesucht, der jedoch etwas abgewandelt wurde, weil wir von den drei benötigten Kreuzungsweichen (5128) nur zwei Stück hatten und die Kreuzung (5114) gar nicht vorhanden war. Hinzu kam, dass es ein Plan sein musste, der nur auf Basis des 51xx-Gleismaterials aufgebaut werden konnte, da Gleise und Weichen der 52xx-Parallelkreises gar nicht vorhanden waren.
Wie bei der Anlage 1 speiste jeweils einer der beiden vorhandenen Trafos ein Oval, aber gegenüber der Anlage 1 kamen nun auch erstmals Märklin-Signale zum Einsatz, mit denen wir schon während der Teppichbahnphase experimentiert hatten.
Trotz des einfachen Gleisplans hatte ich viel Spaß mit der Anlage, auch wenn es nie zu einem Landschaftsbau gekommen ist, denn nur ca. 1 Jahr später ergab sich bereits die Möglichkeit zu einem Neuanfang.